Die Wallberger - das Heimatfest

1919

16. August 1930 jähriges Stiftungsfest - Festtag
Schon am frühen Morgen waren alle Mitglieder wieder auf den Beinen, ein schöner Tag versprach auch guten Erfolg. Um 10 Uhr vormittags vereinigte man sich beim Bartlmä zu einem lustigen Frühschoppen und bald war die Zeit herangerückt an die Aufstellung des Festzuges zu denken. Aber wer hätte an solch starke Beteiligung gedacht, Wagen um Wagen 4 und 2 spännig aus allen Ecken erschienen, sodaß der Zug die ansehnliche Länge vom Pfarrhof bis Brücklmaier erhielt. Egern Rottach solte ein Fest erleben wie noch nie!
Um 1 Uhr begann die lustige Fahrt nach Enterrottach ein wunderbares Bild entfaltete sich in einer Größe, die über die kühnste Vorberechnung hinaus ging. In Enterrottach glücklich gelandet, begannen bald Tanz und Schuhplattler dazu ein Gewühl von ca. 2-3000 Menschen!
Spiele wie Hosenlaufen, Scheibenstechen brachten die nötige Abwechslung und mancher Sieger kehrte stolz beflaggt heim. Um 8 Uhr war Schluß, nun gings zurück zur engeren Heimat Rottach, beim Plendl legte man sich noch ein paar Maßerl über und dann kehrte wohl jeder mit Genugtuung und Zufriedenheit heim. Ein schönes Fest hatte unser Verein gegeben, der Dank aller Mitglieder zeigte sich auch an der regen Beteiligung.
Als Ehrengaben erhielten die Wallberger vom Corps Vitruvia überreicht durch Herrn Senior Bertsch einen herrlichen Glaspokal, der nun als Bruderpokal des früher geschenkten die durstigen Wallberger retten wird. Herzlichen Dank den lieben Mitgliedern auch an dieser Stelle.

1920

3. Monatsversammlung in Enterrottach 15.8.20
Dieser Tag löste wohl bei manchem Wallberger schon am frühen Morgen ein kräftiges "Himmi Herrgott -!" aus; auch kein Wunder, die ganze Woche ein Prachtwetter und ausgerechnet am Sonntag "Schnürlregen". Doch viele hofften und hofften nicht ganz umsonst, um 2 Uhr nachmittags konnte der geplante Festzug abfahren, wenn auch die Stimmung anfangs durch die Nässe etwas beeinträchtigt war. Aber bald erholten sich Manderl und Weiberl in ihren herrlichen Daxwägen mit Musik und Juchzen gings die Straße entlang nach Enterrottach. Zur Hebung der in letzter Zeit immer mehr vernachlässigten schönen Sitte, mit gezierten Daxwagen zu fahren, setzte der Verein für die schönsten Wägen Preise aus, die wie folgt gewonnen wurden:
1. Preis 120 Mark Oberacher Zeche,
2. Preis 110 Mark Hagrainer Zeche,
3. Preis 100 Mark Pichler Peter Ausschuß
4. Preis Egerer Zeche,
5. Preis Oberwinkler Zeche
Als unparteiische Preisrichter fungierten die Herren: Rauh Karl sen., Laule Rich. sen., Höhensteiner Bartl; an dieser Stelle sei den Herren für die Übernahme der undankbaren Arbeit gedankt.
In Enterrottach angekommen, entwickelte sich bald das gewohnte Treiben, auf 2 Tanzbühnen drehten sich die Paare und hier sah ein Auge, das für Schönheit Empfindung hatte, den großen Unterschied - auf der einen Hauptbühne streng sortiert nur echte Trachten, die Madln in ihren schönen "Poinkittln", die Buam in der Kurzn echt wies Brauch und alter Sitte und Art. Und drüben auch Bühne II, - o je - alles durcheinander, Dirndlkleider, gelbe Stiefel und weiß der 7. was alles, ein richtiges Babel. Von den Volksbelustigungen kamen zur Aufführung das bekannte und beliebte Lanzenstechen mit Geldpreisen von 10 Mark abwärts; außerdem eine Neuerung - ein Rad mit Zahlen! die nach 3 maligen drehen herausgebrachte höchste Ziffer bestimmte den Preis. Der originellste Teil davon war jedoch die Preisverteilung, die wie folgt vor sich ging:
1. Preis i Pfund Butter,
2. Preis 8 Eier,
3. Preis 1 Fisch,
4. Preis 2 Pfund Mehl,
5. Preis 5 Eier
6. Preis 1 Almkas,
7. Preis 3 Eier,
8. Preis 1 Brotwecken,
9. Preis 1 Bretze
Die Preise wurden bis auf die teuersten gestiftet, und hatten eine gewaltige Anziehungskraft; mögen diese Zeilen so scherzhaft sie sind, spätere Generationen Wallberger erinnern, wie die Alten in dieser schweren Zeit, Lebensmittel einschätzten! Abends 8 Uhr gings dann fidel heim, und St. Petrus hatte sich besonnen, anfangs war er wohl über den erhöhten Jahresbeitrag etwas verstimmt.
Als Stifter der Preise für Daxwagen sei hier folgende Herren dankbar gedacht:
Pichler Karl, Enterrottacherwirt schenkte 500 Mark
Douglas Rittmeister für allgemeine Zwecke 100 Mark.

1921

3. Monatszusammenkunft
Das beliebte Augustfest hatte man des günstigen Platzes wegen wieder nach Enterrottach verlegt, bei schönem Wetter konnte dasselbe auch am 15. August stattfinden. Bald brachten die ersten Schuhplattler die gewohnte Gemütlichkeit und Stimmung die sich durch die gebotenen Spiele, Fischstechen, Lanzenstechen, Hosenlaufen bedeutend hob. Der Besuch war wie gewöhnlich zahlreich.

1922

6. August 1922
Schon lange freute man sich auf das Augustfest der Wallberger, da Besuch der Wiener Wallberger nach langer Zeit angesagt war. Tatsächlich hielten unsere Wiener Vereinsbrüder auch ihr Wort und erschienen 31 Mann und Weiblein stark, teilweise mit Mitgliedern aus Linz und Brünn.
Der Samstag Abend brachte im Vereinslokal Seerose eine angenehme Unterhaltung zu der verschiedene Anwesende besonders stark beitrugen. Die Berge zierten Freudenfeuer zum Willkommensgruß der Wiener Gäste. Am Sonntag gings mit Musik zum Festplatz Enterrottach, dort entwickelte sich auch bald das bei den Wallbergerfesten übliche lustige Treiben, das auch kleine Regenschauer nicht abkühlen konnten. Abends traf man sich noch im Stammlokal Seerose zu einer gemütlichen Maß und besprach die Vereinsangelegenheiten. Bald folgte nun die Abreise der Wiener Mitglieder und mit der Hoffnung auf ein baldiges gesundes Wiedersehen schieden die Vereinsbrüder aus Wien.



1923

Wallbergerfest August 1923
Am 15. August (Maria Himmelfahrtstag) zogen die Wallberger nach Enterrottach um ihr altherkömmliches Wallbergerfest zu feiern. Schon am Vorabend errichteten einige junge Wallberger der alten Sitte wieder folgend, am Gipfel des Wallbergs zwei große Bergfeuer als Zeichen der Freude und des kommenden Tages.
Hatte auch durch die modernen Bierpreise die Stimmung etwas gelitten, ein herrlicher Sommermorgen versprach das schönste Wetter und damit ein schönes Fest. Die Egerer Musikkapelle eröffnete mit einem schneidigen Marsch den Tanz und bald plattelten und tanzte alles nach gewohnter Gemütlichkeit. Besonders stark war wieder die Abwinkler Zeche vertreten, deren aufgeführter Bandltanz auch hier Lob gebürt. Für Abwechslungen sorgten einige Volksbelustigungen für Wallbergerinnen in echter Tracht, ein Wurfspiel für männliche Mitglieder, ein Hosenlaufen, das unter den Zuschauern besondere Heiterkeit hervorrief. Für Gäste war das altbekannte und immer wieder beliebte Lanzenstechen eine angenehme Abwechslung.
Inzwischen hatte auch der Himmel seinen Trotzkopf aufgesetzt und versucht die Wallberger mit einem leichten Schnürlregen zu trotzen. Bezweckte aber bei den waschechten Wallbergern nichts als Trotz, für die zusammen gepappten Kurzhösler war es wie man in Berlin sagt "fatal".

1924

3. Monatsversammlung in Enterrottach
Enterrottach, dank seiner schönen Lage, besonders geeignet zur Abhaltung größerer Festlichkeiten, war am Sonntag den 10. August das Ziel der Wallberger, um das weit und breit bekannte Augustfest zu besuchen. Die zechen Oberach, Hagrain und Abwinkl erschienen mit schön gezierten Daxwägen am Festplatz, wofür ihnen volle Anerkennung gebührt. infolge der kühlen, nebeldüsteren Witterung war allerdings der allgemeine Besuch, anderen Jahren gegenüber, etwas geringer, aber zum Tanz´n nit so hoaß, auch ein guter Trost, für die jungen Wallberger. Bei flotter Musik der Egerer Kapelle, entwickelte sich bald ein lustiges Leben auf der Bühne, während einige Volksspiele für die nötige Abwechslung sorgten. Gemütlich und fidel wie immer, waren die Nachmittagsstunden schnell verstrichen und die hierauf erfolgte Preisverteilung beendigte das Fest. Erst bei hereinbrechender Dämmerung, ging es unter Jubel und Gejauchze wieder den Heimstätten zu.
Besonders erfreulich war die zahlreiche Beteiligung unseres lieben Brudervereins D´Hirschbergler, bei unserem Feste und in steter Eintracht beider Vereine, nahmen auch die Wallberger bei dem, von den Hirschberglern am 17. August veranstalteten Festzug und Gartenfest, mit zwei Daxwägen teil.

1925

Wallbergerfest 1925
Schon Tage zuvor waren fleißige Hände mit der Errichtung von Daxwägen beschäftigt, und die Mühe nicht scheuend, begaben sich noch einige Burschen am Vorabend des Festes auf den Wallberg und errichteten dort am Kreuze, dem schönen Wahrzeichen unseres Vereins, zwei schöne Bergfeuer.
Die Wallberger hatten auch diesmal Glück, denn bei herrlichstem Sommerwetter konnte die Veranstaltung am Sonntag, den 9ten August statt finden. 4 schmuck gezierte Daxwägen der verschiedenen Zechen versammelten sich nachmittags im Gasthof zur Seerose und zogen dann von hier aus gemeinsam nach Enterrottach, wo sie bei Ankunft mit einem schneidigen Marsch der Egerer Musikkapelle empfangen wurden. Ein gewaltiger Zustrom von Fußgängern, Radfahrern und Fuhrwerken bevölkerten schnell den großen Festplatz und verliehen dem Ganzen, das Gepräge eines wahren Volksfestes.
Während hauptsächlich das junge Volk dem Tanz und Schuhplattlern huldigte, brachten auch verschiedene Volksbelustigungen die nötige Abwechslung; namentlich das Schuhlaufen erweckte bei den Zuschauern große Heiterkeit. Schöne Preise winkten den Siegern und bei gehobener Stimmung gings am Abend wieder heimwärts.

1926

Fest in Enterrottach am Sonntag den 15ten August 1926
Schon am Abend vorher loderten auf dem Wallberg schöne Bergfeuer, inmitten ein großes brennendes Kreuz, das bevorstehende Fest weithin verkündet. Junge Burschen von Hagrain, von einigen Turnern unterstützt hatten unter mühsamer Vorbereitung, diese Arbeit geleistet.
Ein herrlicher Tag war angebrochen und bei prachtvollen Sonnenschein, versammelten sich die Wallberger im Gasthof zur Überfahrt zur Aufstellung des Festzuges. Nachmittags 1/2 2 Uhr setzte sich der Zug in Bewegung, dem idyllisch gelegenen Festplatz in Enterrottach zu. An der Spitze fuhr ein alter bayrischer Postwagen, auf dem der Postillion, wie in der guten alten Zeit, lustig sein Liedlein blies. Nun folgten die verschiedenen Daxwägen, voran der Ausschuß mit den 3 noch anwesenden Wiener Wallbergern, dann der Wagen des Corps Vitruvia. Im folgte ein althistorischer Wagen mit Musik der Kapelle Poschenrieder, sodann kommen die Wägen der Wallbergischen sowie ein Wagen der Hirschbergler, alle schön geziert und weißblau dekoriert. Es war ein prächtiges frisches Bild, das seinen Eindruck auf unsere Sommergäste nicht verhehlte und Rufe der Bewunderung denselben entlockte. Auf den Festplatz wurde auf 2 Tanzbühnen getanzt, die eine war nur für die Mitglieder bestimmt, auf der anderen konnten Nichtmitglieder und Städtische ihr Tanzbein schwingen. Ein von der Schützengesellschaft Wallberg-Oberwinkel errichteter Schießstand fand großes Interesse bei den Festbesuchern und auch die übrigen Volksbelustigungen: Kegelscheiben, Stelzenkaufen, Lanzenstechen usw., erfreuten sich des regsten Zuspruchs. Die lang entbehrte liebe Sonne schien kräftig herunter und erzeugte einen schönen Durst, so daß sich von allem Anfang bis zur frühen Abendstunde eine recht lustige Stimmung entwickelte. Es war ein richtiges, bayrisches Heimatfest. Die Wallberger können mit dem Tag zufrieden sein.

1927

Wallbergerfest
Nach sorgfältiger Vorbereitung rüsteten sich die Wallberger am Sonntag den 14. August 1927 zur Abhaltung des Festes. Bei strahlendem Sonnenschein setzte sich, Mittag 1 Uhr vom Gasthof Überfahrt der Festzug, an der Spitze ein Postillion auf dem Schimmel unter den Klängen der Kapelle Poschenrieder und bei fröhlichem Juchzen der Burschen und Madln in Bewegung. Eine Unmenge Zuschauer meist Kurgäste, säumten rechts und links die Straße und freuten sich an dem schmucken, lebensfrischen Bild, der vorüber ziehenden schön gezierten Daxwägen. Die befreundeten Wiener Wallberger, die bereits am Samstag eingetroffen waren und beim Begrüßungsabend in der Seerose, den um die Wallberger hochverdienten Säcklermeister Herrn Baumgartner zum Ehrenmitglied des Wiener Vereins ernannt hatten, fuhren im Daxwagen mit; dann folgten die Wägen der Musiker, des Corps Vitruvia, der einzelnen Plattlerzechen, erfreulicher Weise auch der Tegernseerbergler und der Hirschbergler. Bedeutung gewann der Zug durch die Beteiligung der hiesigen Gebirgsschützen, die in Enterrottach ein Kranzlschießen abhielten.
Enterrottach, der idyllisch in einem Kranz von Bergen gelegenen Gasthof war bald von seiner Beschaulichkeit geweckt, das Rauschen der Rottach von den Weisen der Walzerklänge, dem Platt´ln und Stampfen der Burschen übertönt; dazwischen hinein krachten die Büchsen der Gebirgsschützen, daß es vielfältig von den Felswänden wieder klang. Mehrere Volksbelustigungen verschafften den Festbesuchen angenehme Abwechslung, ebenso wurden duch Lose einige Frauen und Madln für fleißiges Tragen der echten Tracht mit kleinen Anerkennungen bedacht. So nahm das Fest bis zum Abend an Schwung und Gemütlichkeit immer mehr zu, so daß man nach der Preisverteilung nur ungern die Gaststätte verließ.

1928

39. Stiftungsfest
So wie alle Jahre fand auch heuer das Wallbergerfest in Enterrottach statt und zwar wie festgelegt am 12. August 1928 was in erster Linie dem Wettergott zu verdanken ist, nachdem doch die vorigen beiden Sonntage verregnet waren, und so entwickelte sich dann am Festplatz, ausstaffiert mit 2 Tanzbühnen, Glückshafen und verschiedenen Volksbelustigungen ein buntes bewegtes Bild wo die Fröhlichkeit und Eintracht der Madln und Burschen vom Tegernseer Tal zu Tage kam.
Das Fest wurde anbetracht des nächstjährigen 40. Stiftungsfestes ohne Festzug abgehalten so daß die Menge zu Fuß per Rad Fuhrwerk und Staub aufwirbelnden Autos sich ansammelte. Die Tegernseer Zeche bracht in dankenswerter Weise ihre feschen Madln und Burschen auf einem Daxwagen zum Festplatz. Und mit lauter Tanzen und Plattln ging der Tag zur Neige und so nahm auch das Fest einen freundlichen Ausgang das durch einen glitschigen Regenguß beschleunigt wurde wo dann alles bedachte und das Salettl im Sturm genommen wurden und sich die Fröhlichkeit und Tanztätigkeit wieder frisch entwickelten!
Hoffen wir daß wir auch nächstes Jahr einen schönen Tag bekommen und wohlbefriedigt auf das Fest zurück blicken können wie heuer. Alle die dazu beigetragen haben das Fest verschönern zu helfen sei an dieser Stelle gedankt.

1929

Wallbergerfest
Das althergebrachte Wallbergerfest in Enterrottach sollte am Sonntag den 11. August 1929 stattfinden, was aber durch das Nebelwetter sehr in Frage stand. Es gab ein hin und her und endlich entschloß man sich doch zur Abhaltung, und so zog um 2 Uhr ein Zug von 5 Daxwägen und vielen Fußgängern, Radfahrern, Fuhrwerken und Automobilisten nach Enterrottach.
Wenn auch das Wetter nicht allzu durstig war, es bewegte sich bald ein munteres Treiben auf den Tanzbühnen, Glückshafen und Volksbelustigungen, wie Lanzenstechen, Fischstechen und Eierlaufen. Eine besondere Anziehungskraft hatte das Preisrankeln. Es kamen für die Volkbelustigungen sehr schöne Preise zur Verteilung. Trotz des düsteren Wetters war ein guter Umsatz und die Kassa konnte einen befriedigenden Abschluß machen.

1930

Wallberger-Fest
Sonntag den 17. August 1930 konnte dann endlich bei schönem Wetter das Wallbergerfest in Enterrottach abgehalten werden, waren doch die beiden vorausgegangenen Feiertage verregnet. Mit 7 festlich geschmückten Daxwägen, besetzt von lebensfrohen Menschenkindern die Grauen des Alltags für einen halben Tag hinter sich ließen, bewegte sich der Zug von der Überfahrt durch Rottach Egern nach dem Festplatz wo sich bald unter den Klängen der Musik ein frohes Treiben entwickelte. Den Besuchern war reiche Abwechslung geboten auf den Tanzbühnen oder bei den Volksbelustigungen. Auch konnte jeder sein Glück versuchen beim Glückshafen. Das Wetter hielt den ganzen Tag aus, so daß ein guter Besuch zu verzeichnen war. Allen, die zum Gelingen und zur Verschönerung das Festes beigetragen haben ein herzliches "Vergelt´s Gott"!

1931

Wallberger-Fest
Samstag, den 15. August wurde dann das Wallbergerfest in altherkömmlicher Weise in Enterrottach abgehalten. Der Festzug, ausgehend von der Überfahrt lockte eine große Zahl Festbesucher nach dem Festplatz, wo sich bald ein gemütliches Treiben entwickelte. Der Besuch war ein sehr guter, nur schade daß ein um 5 Uhr einsetzender Regen das Fest frühzeitig zum Abschluß brachte.
An Volksbelustigungen gab es reiche Abwechslung, so Lanzenstechen, Fischstechen, Schießen auf der Schießstätte der Gebirgsschützen Kompanie Tegernsee und ein reich ausgestatteter Glückshafen. Was das Tanzen anbetrifft, kann ich nur sagen, daß entweder die Musik zu weit von der Tanzbühne weg war oder die Tanzbühne zu weit von der Musik entfernt war. Was zu rügen ist, um ein gesundes Verhältnis zwischen Tanzenden und Musik herzustellen überlasse ich dem übrigen Ausschuß.

1932

40 jähriges Jubiläum des Wallbergkreuzes und Wallbergerfest >> am 7. August 1932

1937

Wallbergerfest
Endlich am 22 August konnte das Wallbergerfest in Enterrottach abgehalten werden. Schon Wochen vorher wurde eifrig gearbeitet um das beliebte und bekannte Fest wieder schneidig aufzuziehen. Vormittag war das schönste Wetter. Als nun gegen 1 Uhr die 7 Festwagen zur Überfahrt fuhren um sich dort zusammeln, kamen plötzlich von Westen her dunkle Wolken und bald regnete es in Strömen, daß man zum Unterstehen gezwungen war. Aber nicht lange dauerte der Regen, dann ging die Abfahrt wieder los nach Enterrottach wo sich bereits eine Menge von Einheimischen und Sommergästen eingefunden hatte. Bald herrschte lebhaftes Treiben überall. 2 Tanzbühnen luden zum Tanz ein; auf der neuen Bühne wurden verschiedene Schuhplattler und Figuren-Tänze aufgeführt. Der Bandltanz, bei dem heuer ganz ohne Bockfleisch abging, wie man so sagt, hat besonders bei den Sommergästen gefallen. Die andere Bühne diente der Allgemeinheit. Unsere gute Musikkapelle spielte unermüdlich zum Tanz auf. Zur Abwechslung gabs einige Volksbelustigungen, wie Fisch- und Lanzenstechen, außerdem war ein Stelzenlaufen für Mitglieder, das besonders große Heiterkeit auslöste. Hier gabs auch gute Preise für die besseren Läufer. Die Madl in Tracht konnten sich beim Fischstechen ihre Preise holen. Der reiche Glückshafen fand sehr regen Zuspruch. mit dem Fest war auch heuer wieder ein Freischießen von den Gebirgsschützen verbinden, das ebenfalls sehr gut besucht wurde. So nahm das herkömmliche Wallbergerfest, das gewiß ein schönes Heimatfest ist einen schönen Verlauf bis die abendliche Dämmerung zum Aufbruch mahnte.