Vereinsball

1900

Vereins-Ball dem Donnerstag den 22. Februar 1900 abends 8 Uhr versammelte sich jung und alt in den schön dekorierten Sälen des Herrn Max Bachmair in Egern, und sich bei Musik und Tanz zu erfreuen und dabei einigermaßen, die Unbill des Wetters zu vergessen. Ruhig und gemessen, aber lustig und fidel gingen die Stunden unter den Klängen der gut besetzten Tegernseer Musikkapelle vorüber, bis die Morgenstunden so manchen Säumigen zum Aufbruch mahnte. Alle jedoch konnten sich nicht entschließen ihre Heimstätte aufzusuchen, sie pilgerten gen Rottach, zum Gasthaus Scheurer, wo der zweite ? des Wallberger Vereinsballes zu Ende gefeiert wurde.



1901

Fasching-Tanz 1901
Donnerstag den 14. Februar 1901 (unsinniger Donnerstag) abends 8 Uhr versammelten sich die Mitglieder der Wallberger in den festlich geschmückten Räumen des Herrn Plendl in Rottach. Der Saal war mit Girlanden und Scheiben geziert, im Hintergrund eine Gebirgsscenerie. Die Räume waren dicht von schmucken Leuten besetzt. Nach den Klängen der Tegernseer Musikkapelle drehten sich die Paare unter platteln und Jauchtzer lustig im Kreise.
Während der Pause gab es verschiedene Vorträge. Herr Terofal vom Schlierseer Bauerntheater mit Tochter ernteten besonders stürmischen Beifall für ihre Almlieder und Jodler. Mädchen aus unserem Ort trugen ländliche Lieder vor. Herr Fidel Reiffenstuel erfreute mit Vorträgen Kobell´scher Gedichte. Niemand dachte ans Heimgehen. Nach Beendigung der Ballmusik versammelten sich die noch Anwesenden, eine ziemliche Zahl in den Lokalitäten des unteren Stockes, und in heitester Stimmung erwartete man den kommenden Tag. Nun übernahm die Musikkapelle Jung-Rottach die Führung. Unter Gesang, Zitherspiel und Tanz vereinigten sich die Fröhlichen abermals.
Erst als wieder die Nacht sich herniedersenkte dachte man ans Heimgehen.

1902

Ein fideler lustiger Tag sollte er wieder werden, der unsinnige Donnerstag, an welchem der "Wallbergerball" abgehalten wird. Schon Wochen zuvor war bei Jung und Alt die Rede davon, und keine Hoffnung wurde getäuscht.


In dichten Massen kamen sie herbei die Getreuen, um sich einmal richtig auszutoben. Die Säle des Herrn Bachmair hatten ein festliches Gewand angelegt. Den Tanzsaal zierte eine künstliche Säulenhalle, auf welcher eine grüne Spalierlaube aufgebaut war, welcher zusammen für den Beschauer einen heimischen Eindruck machte. 3 Tage hatten die Erbauer, Ausschuß- und Mitglieder daran zu bauen.
Schnell waren diese Räume besetzt, sowie auch die anderen schön gezierten Festräume. An allen Mienen konnte man Freude und Glück lesen, ungestört verliefen die heiteren Stunden bei den Klängen der Musikkapelle "Jung-Rottach" welche diesesmal wirklich lohnenswert spielte. Während der Pause mußte Herr Fidel Reiffenstuel auf vielseitiges Verlangen "die übergossne Alm" von Kobell vortragen, zu deren Begleitung Herr Förster Harlander, Donner und Blitz fabrizierte: beide ernteten reichen Beifall.


Ein dem Abend gewidmetes Gedicht von Herrn Kreisbaurath Fritz Schenk in Dießen wurde verlesen
Hierauf wurde wieder weiter getanzt bis der Tag zu den Fenstern hereinlugte. Auch der andere darauf folgende Tag wurde noch von dem lustigen Völklein mit beschlag belegt, und bis zum Abend ausgehalten.
Den Text zu den Ballkarten verfaßte in liebenswürdiger Weise Fräulein Minna Zöpf in Tegernsee, die Karte ist hier angeheftet.

1903

Faschings Tanz am Donnerstag den 19. Februar 1903
In den festlich mit Scheiben und Tannengrün geschmückten Räumen des Gasthauses zum "Scheurer" in Rottach versammelten sich die "Wallberger" und "Wallbergerinnen" zum ländlichen Tanz, unter den Klängen der Rottacher Musik.
Während der Tanzpause wurden die eingelaufenen Telegramme und Zuschriften verlesen, und begeistert aufgenommen. Einige Lieder wurden von anwesenden Mädchen zum Besten gegeben, welche volle Anerkennung fanden.
Hierauf begann wieder der Reigen und flutete die Menge bis zum frühen Morgen. Mehrere der Beteiligten konnten sich in Anbetracht der urgemütlichen Stimmung die Unterhaltung in verkleinerten Maßstab bis zum Abend des angebrochenen Tages fortsetzen.

   

1904

Samstag den 14. Februar 1904 hielt der Verein seinen Ball im Saal zur "Überfahrt" ab, der überaus stark besucht war. Fröhlicher Tanz und abwechselnder Gesang von Almenliedern in den Pausen ließen schnell den herrlichen Abend vergehen.
Vorstand Popp verlas die eingelaufenen Telegramme und Briefe, von denen einige in höchst gediegene Form von Gedichten abgefaßt waren und Zeugnis ablegten, welche Beliebtheit und Sympathien sich der Verein in den weitesten und besten Kreisen erfreut.



1905
Am 2. März hielt der Verein seinen Vereinsball im Gasthof Bachmair in Egern ab.
Begünstigt durch das schöne Winterwetter war auch der Besuch abends von Seiten  der Vereinsmitglieder und Auswärtiger ein sehr reger. Es war ein fröhliches Treiben in dem dekorierten Festsaal und durch die musterhaft durch geführte Tanzordnung kam auch ein jedes auf seine Kosten.
Erst am frühen Morgen endete das wohl gelungene Fest

1906

Am 4. März 1906 hielt der Verein seinen Jahresball im Gasthof "Plendl" ab. Der Besuch war ein sehr zusprechender und wurde bei fidelen Weisen tüchtig geplattelt und eine festfröhliche Stimmung ? bald allen Anwesenden einem. In den Pausen konnte man sich an diversen Vorträgen und Liedern des "Almquartettes erfreuen". Erst die Morgenstunde trennte die Gäste.

1907

Vereinsball abgehalten am 9 Februar 1907 im Gasthof zur "Überfahrt" der wirklich wieder zu den schönsten Veranstaltungen des Vereinsjahres gezählt werden darf.
Bei festlich geschmückten Festsaal und bei einem schönen Bund von Farben der Trachten entwickelt sich bald ein Leben und eine Stimmung, die nichts zu wünschen übrig ließ; fleißig huldigte man, Jung und Alt, dem Tanzvergnügen bis zum frühen Morgen. Die Pausen füllten fröhliche Almenlieder des Almenquartett und die beliebten Tanzweisen der Gebrüder Reichenbach und somit endet unser Vereinsjahr 1907.

1908

Der Vereinsball fiel auf den 29. Februar 1908 im großen Saal zur Überfahrt, der unter reger Beteiligung seitens der Mitglieder stattfand. Es wechselten Tanz und Gesang in froher Stimmung und erst am frühen Morgen fand die Feier sein Ende.

1909

Am 20. Februar 1909 fand der Vereinsball im Gasthof "Überfahrt" statt, der eine sehr rege Beteiligung fand.

1910

Die Faschingsunterhaltung fand am 5. Februar 1910 im Gasthof zur Überfahrt statt. Die Rosl (Frau Floßmann in Oberach) hat es wieder fertig gebracht, das etwas kniehängende Almgsangl wieder stramm auf die Füße zu stellen. Der Dank für die gehabte Mühe sei den wackeren Leuteln auch an dieser Stelle zum Ausdruck gebracht.
Als Eintrittszeichen wurden reizende Wallbergerzeichen en miniatur abgegeben. Zu den stets gelungenen Unterhaltungen des Vereins trägt seit Jahren ein Musikertrio bei, das wohl verdient in den Analen der "Wallberger" verewigt zu werden, was hiermit geschehen soll:
die Zither spielende Kienast Nandl, der Melodien geigende Holl Karl und der Gitarre zupfende Grieblinger Jakl.
Um jedoch Irrtümer zu vermeiden, sei hier gleich festgestellt, daß mit beiden letzteren Herren nicht die Senioren Holl und Grieblinger, sondern, deren Sprößlinge gemeint sind.

1911

Die Fastnachts-Unterhaltung, zu der ein fast echter Lebzelten als Einladungskarte verschickt wurde, fand am 25. Februar bei denkbar schlechter Witterung statt. Nichts destoweniger war der Besuch ein äußerst reger und sogar eine Unzahl auswärtiger Gäste war erschienen. Ein kleiner Glückshafen mit künstlerischen "echten" Lebkuchenherzen bildeten heuer eine kleine Abwechslung gegenüber den früheren Jahren. Bis 5 Uhr früh dauerte die offizielle Ballmusik, aber von einem Schluß der Unterhaltung war um diese Zeit noch keine Rede und um 11 Uhr vormittags konnte man den Plendl Schorsch den Älteren auf einem Balkon des Hofaht bemerken, wie er sich den kühlen Seewind um die heißen Ohren wehen ließ. "Reklam bin i g´stanna!" sagte er später.

1912

Die Einladungskarte zum Tanz zeigte die Form einer Wiege in origineller Ausführung. Der Ball selbst fand am 17. Februar  auf der Überfahrt statt und ein milder Abend erleichterte das Tragen der ledernen Kurzen. Der geräumige Saal war bis zum letzten Platz gefüllt, sogar die Galerie zeigte eine schwache Besetzung. Die Tanzpause wurde angenehm ausgefüllt durch Vorträge unseres wohlerprobten Terzettes Anna Kienast - Karl Holl - Jakob Grieblinger, nicht zu vergessen des wohleinstutierten wiedererwachten Wallberger Amlg´sangl´s. Der in allen Teilen schön verlaufenen Fastnachts-Unterhaltung setzten die pickfeinen Weißwürste des Herbergsvaters die Krone auf.

1913

Am 1. Februar im Gasthof zur Überfahrt fand der Wallbergertanz statt. Unter der Führung und Leitung des Herrn Lehrers Angerer kam wieder ein hübsches Almg´sangl zustande. der Abend selbst verlief gemütlich wie immer.

Einladungen von 1906-1914